widerwärtig

Leider hilft die Presse wieder einmal der Politik mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Frau Merkel nennt Übergriffe in Köln „widerwärtig“ heißt es in einer Tageszeitung. Doch mit keinem Wort wird auf die Unfähigkeit des Staates verwiesen. Den Leser überkommt das Gefühl, es läge an einzelnen Ausländern.
Die Wahrheit über die Schuldigen wird uns vorenthalten. Wer zuerst einen anderen beschuldigt ist unschuldig? Für die Presse scheint dies ganz einfach. Damit sie das Recht behalten, Frau Merkel und co auch morgen noch zu interviewen, müssen sie heute schreiben, was ihnen vorgebetet wird.

Doch die Polizei war gewarnt. Die Polizei wußte, welche gewaltigen Probleme sich aufgebaut haben.
Aus den Unterkünften wurde seit Monaten von Übergriffen gegen Frauen berichtet. Die Mitarbeiter der verschiedenen Wachschutzbetriebe haben den Maulkorb verhängt bekommen. Die Presse hat sich wider besseres Wissen am Maulkorb beteiligt und so gut wie nichts berichtet.
Hat es ein erkennbares Einschreiten des Staates gegen all die Widerwärtigkeit gegeben? Fehlanzeige.

Und nach so viel Staatsversagen nennt Frau Merkel die Übergriffe „widerwärtig“.

Und wieder einmal werden Schuldige gesucht. Nicht bei den widerwärtig tatenlosen Politikern, sondern am anderen Ende der Beamten, die alternativlos den Weisungen ihrer Vorgesetzten folgen.

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