Die Mehrarbeit dummer ostdeutscher Betriebe wird von der IHK Potsdam gerne erwartet. Kann man damit doch zusätzliches eigenes Personal erklären und seine eigene Wichtigkeit unterstreichen.
Ja, Unternehmer ist Ostdeutschland werden von der IHK gerne mit zusätzlicher Arbeit belastet. Völlig sinnlos.
Nehmen wir eine einfache GmbH, die Zwangsmitglied z.B. der IHK Potsdam ist.
Diese GmbH erwirtschaftet einen kleinen Gewinn von z.B. 10.000 € im Kalenderjahr.
Mit Einführung der IHK’s wurde vor Jahrzehnten beschlossen, daß diese die Gewinne von den Finanzämtern gemeldet bekommen. Aber NUR die Gewinne.
Also haben damals alle westdeutschen IHK’s Ihre Beitragsordnung so verfaßt, daß 99% der Unternehmen auf Basis dieser Gewinne verbeitragt wurden.
z.B. IHK Hannover Grundbeitrag € 132 (weil Gewinn unter T€ 75)
+ Umlage 0,062% von 10.000€ Gewinn = € 6,20
Summe € 138,20
Der Gewinn wird vom Finanzamt gemeldet.
Die GmbH muß nichts extra melden.
Und nun schauen wir nach Potsdam
Auch hier wird ein Grundbeitrag erhoben
Schon der Grundbeitrag ist vom Umsatz abhängig
Nehmen wir einen Umsatz von € 200.000 an, ergibt sich ein Grundbeitrag von € 120,00
+ Umlage 0,12% von € 10.000 Gewinn = € 12,00
Summe € 132,00. Das sind zwar weniger Euro aber mit viel viel viel viel mehr Arbeit für den dummen ostdeutschen Betrieb.
Der Gewinn wird vom Finanzamt gemeldet
Die GmbH muß ZUSÄTZLICH ständig den Umsatz melden. Die IHK Potsdam fragt
1. Zu Beginn eines Jahres nach dem zu erwartenden Umsatz
2. Zum Beginn des Folgejahres nach dem erzielten Umsatz
3. Der Betrieb muß nach Erstellung der Bilanz selbstverständlich den festgestellten Umsatz melden.
Diese drei Meldungen erzeugen ca 1 Std Arbeit
Es sind über 80.000 Betriebe (nur im Bereich der IHK Potsdam), die jeweils eine sinnlose Arbeitsstunde JEDES Jahr erbringen.
Wenn wir diese nur mit 50€ ansetzen, erzeugt allein die IHK Potsdam sinnlose Mehrarbeit für € 4.000.000 pro Jahr.
Und es ist der IHK Potsdam nicht wert, dieses Problem zu beseitigen.
Direkt nach der Wende mag die Methode richtig gewesen sein, jetzt ist sie nur einer von vielen Kostenfressern. Und daß ausgerechnet eine IHK, die gerne den Mund übervoll nimmt, was die Politik alles ändern soll, es nicht auf die Reihe bringt, selbst für ihre ZWANGSMITGLIEDER ein einfaches preiswertes Beitragsverfahren zu schaffen, zeigt wie weit das Land heruntergekommen ist.
